Franziskushaus helau!

Der Beringhauser Carnevalsverein steuerte seine Kostüme bei.

Neulich wurden Schaufensterpuppen ins Haus getragen. Mitten im Schneesturm. Der Beringhauser  Carnevalsverein BCV brachte kurz darauf große Pappkartons und im Möbellager wurde nach Girlanden getaucht. Die haben im Franziskushaus doch wohl nicht etwa Karneval gefeiert?

Doch, sie haben. Corona? Jetzt erst recht! In der Karnevalshochburg Beringhausen geht es irgendwie nicht ohne. Schließlich werden wir hier jedes Jahr in der fünften Jahreszeit mit einem beeindruckenden Aufgebot des Beringhauser  Carnevalsvereins und mindestens ebenso vielen gecken Mitarbeiterinnen verwöhnt. Die durften dieses Jahr natürlich nicht alle persönlich und schon gar nicht zusammen kommen,  um Ansteckungen zu vermeiden. Und das muss man den Beringhauser Närrinnen und Narren schon zugestehen: sie sind mit ihrer guten Laune hochansteckend! Da also die Prinzen und Funken dieses Mal nicht mit reindurften, kamen ihre Uniformen eben alleine, um im Foyer Präsenz zu zeigen.

Christina Sprenger, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst, führte den improvisierten Rosenmontagszug an.

War es das? – Mitnichten! Traditionell feiert das Franziskushaus am Mittwoch vor Weiberfastnacht. Warum nicht auch unter Coronabedingungen? – Also mit Abstand, streng getrennt nach Etagen und Wohngruppen, ohne Gesang, aber mit jeder Menge närrischer Stimmungsmusik zum Soloschunkeln und Mitsummen hinter den vorgeschriebenen FFP2-Masken. Es wurde also dieses Mal ein Maskenball. Sozialer Dienst und Alltagsbegleitung bestritten – in streng limitierter Auflage – die Bütt, während die Hauswirtschaft eine Leckerei nach der anderen aus der Küche zauberte. Das war mal ganz anders als sonst, was ja in den letzten zwölf vom Virus geprägten Monaten schon zur Gewohnheit geworden ist,- dass eben nichts mehr läuft wie gewohnt. Aber schön war’s!

Hauswirtschaftsleiterin Gabriele Hüttges hat sich mit ihrem Wagen dem Kampf gegen die Viren verschrieben.

Und was war mit Rosenmontag? Kütt kein Zoch? Doch, et kütt wie et kütt! Wer gerade so im Dienst war – woanders war ja sowieso nichts los – improvisierte einen Wagen als Abstandhalter zwischen den Aktivisten, ausgestattet mit reichlich Kamelle, Popcorn und Likör. Ein Wägelchen nach dem anderen schlängelte sich unter dem Wummern bekannter Karnevalsschlager durch die Flure. Wenn die Menschen nicht zum Karneval kommen können, kommt Karneval eben zu den Menschen.

So erscholl auch in diesem Jahr der fröhliche Gruß der Karnevalisten: Karneval helau! Beringhausen helau! Franziskushaus helau!

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