Schwester M. Winfriede Feldhaus feiert ihr 60jähriges Ordensjubiläum

v.l.: Einrichtungsleiterin Schwester M. Anke Junker, Schwester M. Winfriede Feldhaus und die Verteterin des Bewohnerbeirates.

Sechzig Jahre gehört Schwester M. Winfriede nun schon zur Kongregation der Franziskanerinnen Salzkotten. Davon hat sie gerademal sieben in Beringhausen verbracht, gehört dort aber für Bewohner wie Mitarbeiter fest zum „lebenden Inventar“. Mit vielen Freizeitangeboten unterstützt sie den Sozialen Dienst im Franziskushaus. „Schwester M. Winfriede…? Ist das die, die da gerade gesegnet worden ist?“, fragt eine Bewohnerin, die die Übertragung der Heiligen Messe ihr zu Ehren im Fernsehen auf dem Wohnbereich verfolgt. Eigentlich kennt ja jeder im Haus die freundliche Schwester. Nur mit den Namen der Schwestern kommt man zugegebenermaßen schon mal schnell durcheinander.

Die Messe, die da gerade übertragen wird, wird heute, am 22. Mai 2019, aus Anlass ihres diamantenen Ordensjubiläums gefeiert. Viele Bewohner und Ehrenamtliche sind der Einladung gefolgt, um gemeinsam für Schwester Winfriedes unermüdliche Einsatzbereitschaft an ihrer Wirkungsstätte und Treue zum Herrn zu danken.

Mitarbeiterinnen bieten Schnittchen zum Empfang.

Draußen vor der Kapellentür geht es nicht ganz so andächtig zu wie dort drinnen. Hier werden eilig Tische und Stühle herbeigebracht, Sektgläser gefüllt, Kanapees kunstvoll arrangiert, zwischendurch immer wieder an der Tür gelauscht: ob sie da drin wohl bald fertig sind? Da spendet Herr Pastor Thieme schon den Schlusssegen, das letzte Lied verklingt, die ersten Bewohner kommen herausgefahren, das Fest beginnt!

Die strahlende Jubilarin nimmt Glückwünsche und Blumen entgegen, schüttelt Hände, tauscht freundliche Worte mit ihren Gratulanten, die ihr allesamt am Herzen liegen. Dazu gehören natürlich zuerst einmal die Mitschwestern, die Bewohner, die ehrenamtlichen Helfer, aber auch die Kindergartenkinder aus dem benachbarten St. Markus-Kindergarten. Es ist eine lieb gewonnene Tradition, dass die Kinder zu solchen Gelegenheiten gratulieren kommen. Glücklicherweise hat Frau Höflich, die neue Leiterin der Einrichtung, diesen Brauch mit der Einrichtung übernommen. Schließlich besuchte schon manche Uroma denselben Kindergarten. Damals war er sogar noch direkt im Schwesternhaus! Aber davon wissen die Kinder von heute nichts mehr. Es gibt ja auch wirklich Wichtigeres, wie zum Beispiel die Feier der netten Ordensschwester.

Kinder aus dem St. Markus-Kindergarten brachten ein Ständchen. Außerdem gab es Akkordeon-Musik.

„Gottes Liebe ist sooo wunderbar groß“ singen sie in einem ihrer Ständchen. Damit es auch wirklich jeder versteht, zeigen sie mit den Armen, wie groß diese Liebe tatsächlich ist und stecken damit auch die Ordensschwestern an. Bei Schwester M. Winfriede ist ein Leben in Gottes Liebe ja immerhin auch schon seit 60 Jahren Programm. Sie weiß, wovon sie singt!

Schließlich hat die gelernte Wirtschafterin unter anderem 20 Jahre lang in Rumänien gelebt, ist dort großer Armut begegnet und hat, so ist sie nun mal, feste mit angepackt, um die Lebensbedingungen der Menschen nach Möglichkeit  zu verbessern.

Das interessiert jetzt natürlich die Kinder nicht so sehr. Deshalb verabschieden sie sich und sind schon fast draußen, als in einem Nebensatz die Bemerkung fällt: „Wir haben ja heute auch schon Geburtstag gefeiert….“ – Wie bitte? Kindergartenkind Emil ist schon 3 Jahre alt? Wenn das kein Grund ist, den kompletten Ameisenhaufen noch einmal hereinzubitten und auch Emil hochleben zu lassen! Nebenbei bemerkt, seine Oma Hiltrud arbeitet bei uns!

Dann sind sie fort, die Kleinen, weshalb es für Marita Schwermer ernst wird! Die Bewohnerbeirätin feilt seit Tagen an einem Gedicht, dass sie für die Schwester umgedichtet hat. Mucksmäuschenstill ist es, als sie zu Schwester M. Winfriede mit in den  „Zug des Lebens“ steigt. Sie weiß zu reden, dass es zu Herzen geht! Es könnte kaum schöner sein, was die Bewohner in ihrem musikalischen Beitrag, den sie seit Wochen proben, bestätigen und der ihre Zuneigung zur Schwester auf den Punkt bringt: „Es wird in 60 Jahren wieder so ein Frühling sein. Es kann nicht schöner sein, als heut mit dir!“ In diesem Sinne gratulieren wir noch einmal ganz herzlich zu 60 Jahren im Orden der Franziskanerinnen Salzkotten und danken für 7 Jahre wirklich unermüdlichen Einsatz im Franziskushaus!

Elisabeth Bömken

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