Bewohner plaudern aus dem Nähkästchen

Jeder hat seine Aufgabe: Wolle wickeln, Häkeln, Weben. Hund Elli schaut aufmerksam zu.

Montagnachmittag, halb vier im Wohnbereich Antonius. Die Handarbeitsgruppe schart sich um Schwester M. Winfriede. Alle sind mit Häkelnadeln „bewaffnet“, den Wollfaden um den Finger gewickelt.

Es werden Luftmaschen gehäkelt, was die Wolle hält! Wer nicht häkeln kann, schaut zu, steuert fachlich wertvolle Tipps bei oder unterhält die Mannschaft mit Geschichten aus dem Nähkästchen.

Ein neues Sitzkissen ist fertig geworden. Schwester M. Winfriede legt letzte Hand an.

Apropos „Mann-schaft“: Herr Gerhard Kutzke ist der einzige Hahn im Wollkorb. Er webt die Luftmaschenschnüre schon seit vielen Jahren mit entsprechender Erfahrung auf dem Stab-Webrahmen zu farbenfrohen Sitzkissen. Schön sind sie und äußerst bequem. Ob die Truppe wohl mal ein paar Exemplare für den Martinimarkt herstellen könnte? Aber nein, Fehlanzeige! Die Kissen sind längst unter der Hand vergeben, um unter manchem Po wieder aufzutauchen! Geht man mit wachen Augen durch das Haus, sieht man sie überall: die bunten, schönen, festen, weichen Sitzkissen aus der Bewohner-Werkstatt!

Und wer selbst eines ergattern möchte, muss schon seine Beziehungen spielen lassen, am besten zum Webmeister persönlich oder zur Schwester, denn die Warteliste ist lang!

Elisabeth Bömken

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